Wozu braucht man eine Achtsamkeit Fortbildung? Wer braucht sie und was kann man damit überhaupt anfangen? Diese Fragen und mehr sollen im heutigen Blogbeitrag beantwortet werden.

Stress macht krank

Die Menschen fühlen sich durch das moderne und schnelllebige Leben zunehmend gestresster. Stressbedingte Krankheiten wie Angststörungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Burnout und Depressionen nehmen kontinuierlich zu. Dabei kann jeder etwas zu seiner persönlichen Stressbewältigung und damit zu mehr Selbstmitgefühl und Wohlgefühl beitragen. Dies gelingt am besten durch ein regelmäßiges, am besten täglich durchgeführtes Achtsamkeitstraining.

Wer vorbeugend handelt oder ein Seminar für achtsamkeitsbasierte Verfahren besucht, kann viel über sich und seine Mitmenschen lernen. Durch die verschiedenen Möglichkeiten der Meditation, die in Seminaren als Prävention gelehrt werden, ist es möglich, sich in jeder Situation einen Raum der Ruhe zu schaffen.

Es muss also nicht zwingend Stress aufkommen. Wir lernen ihn schneller zu entdecken und dementsprechend zu handeln. Selbst wer täglich nur 10 Minuten meditiert, tut sich bereits viel Gutes und kann sich damit vor einer stressbedingten Erkrankung und psychischen Störungen schützen, bereits bestehende Erkrankungen lindern oder sogar heilen.

Fortbildungen helfen das vorhandene Wissen zu intensivieren

Ein ausgebildeter Achtsamkeitstrainer kann an verschiedenen Fortbildungen teilnehmen, die unter anderem auch Elemente aus der kognitiven Verhaltenstherapie vermitteln, die in die Meditation oder in achtsamkeitsbasierte Übungen mit einfließen können.

Eine bekannte Achtsamkeitspraxis ist das sogenannte MBSR-Training. MBSR steht für Mindfulness Based Stress Reduction, also die auf Achtsamkeit basierende Stressreduktion. Achtsamkeitstrainer aus dem Bereich des MBSR können zum Beispiel eine Achtsamkeit Fortbildung im Bereich MBCT machen.

Die Mindfullness Based Cognitive Therapy, basiert auf MBSR, enthält aber zudem noch Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie, die eines der am besten erforschten Therapiemethoden in der Psychotherapie ist.

Negative Gedanken können krank machen

Viele psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen entstehen durch Stress und durch falsche Gedanken. In der kognitiven Verhaltenstherapie lernt man, sich diesen negativen Gedanken bewusst zu werden und sie zu verändern. Dies gelingt unter anderem durch meditative Übungen.

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In MBSR und MBCT-Kursen wird den Teilnehmern eine Einführung in die Meditation gegeben, die sofort anwendbar ist. Je nach Länge des Kurses kann der Achtsamkeitstrainer natürlich weiteres Wissen vermitteln.

Es gibt Wochenendseminare und mehrtägige Seminare, die eine Einführung geben oder aber 8-wöchige Kurse oder noch längere Kurse, die in die Tiefe gehen.

Achtsamkeit Fortbildungen helfen Stress zu reduzieren
Stress und negative Gedanken machen krank

Für wen sind die Fortbildungen geeignet?

Die Achtsamkeit Fortbildungen sind ideal für alle, die bereits eine gewisse Achtsamkeitspraxis aufweisen und diese vertiefen möchten oder zum Beispiel für MBSR-Achtsamkeitstrainer, die ihr Wissen um die Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie erweitern möchten. Schließlich gibt es immer mehr Menschen, die Achtsamkeitskurse zur Prävention besuchen.

Dementsprechend braucht es immer mehr gut ausgebildete Achtsamkeitstrainer, mit eventuellen Fortbildungen, für die verschiedensten Bereiche der Achtsamkeit. In einer Achtsamkeit Fortbildung können außerdem neue Übungen für Achtsamkeitskurse gelernt werden.

Wo kann man eine Achtsamkeit Fortbildung machen?

Fortbildungen kann man zum Beispiel an Volkshochschulen sowie in Meditationszentren und MBSR-Zentren machen. Darüber hinaus gibt es Onlineseminare und -kurse.

Welches Wissen wird in einer Fortbildung vermittelt?

Es werden neben Ausbildungsprogrammen für MBSR- und MBCT-Lehrer auch Weiterbildungsprogramme angeboten. In den Fortbildungskursen wird unter anderem näher auf die Entstehungsgeschichte von MBCT oder MBSR eingegangen.

Es wird darüber gesprochen, wie psychische Erkrankungen, wie beispielsweise Depressionen, entstehen, was die Erkrankung aufrechterhält und wie die Depressionen verstärkt werden. Es wird behandelt, wann ein MBCT oder MBSR angezeigt ist und in welchen Fällen besser darauf zu verzichten ist. Natürlich bestehen die Kurse nicht nur aus grauer Theorie. Auch praktische Übungen werden in den Fortbildungen durchgeführt, um das bereits erworbene Wissen, in der Praxis selbst zu erleben.

Die Teilnehmer der Weiterbildungsangebote lernen außerdem, wie sie selbst den MBSR- oder MBCT-Unterricht gestalten und durchführen können. Zudem lernen sie die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von MBSR und MBCT kennen. Welche Inhalte vermittelt werden ist allerdings vom jeweiligen Kurs abhängig, für den man sich entschieden hat.

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