Achtsamkeit mit Kindern? Lässt sich das miteinander vereinbaren? Jeder, der Kinder hat, weiß, dass es nicht immer ganz einfach ist, achtsam zu sein. Kaum denkt man, man hat einen Moment Ruhe und kann für ein paar Minuten meditieren oder sich einer anderen Achtsamkeitsübung widmen, schon kommt eines der Kinder zu Mutter oder Vater und will Etwas. Das war es dann wohl mit dem Augenblick der Ruhe oder?

Achtsamkeit mit Kindern ist durchaus möglich. Ist es in der heutigen schnelllebigen Zeit nicht sinnvoll, wenn auch Kinder Übungen für die Achtsamkeit praktizieren? Oftmals sind schon die Kleinsten gestresst. Vielleicht gab es einen Streit im Kindergarten, der Vorschule oder mit dem Lehrer in der Schule. Vielleicht hat das Kind auch so viel gelernt oder erlebt, dass es gar nicht alles richtig verarbeiten kann. In solchen Fällen ist es wichtig, dass auch Kinder lernen, ihren Stress zu bewältigen, eventuelle Unsicherheiten anzunehmen und zu akzeptieren und wieder bei sich selbst anzukommen.

Achtsamkeit gemeinsam erleben

Achtsamkeit ist etwas Wundervolles. Warum sollte man die schönen Dinge des Lebens nicht mit seinen Liebsten teilen? Jeder kann vom Achtsamkeitstraining profitieren. Und gemeinsam geübt, schafft man gleichzeitig wertvolle Momente und kann sich näher kommen. Achtsamkeit mit Kindern lässt sich problemlos in den Familienalltag integrieren. Besonders schön wird die Achtsamkeitspraxis, wenn sie gemeinsam in der Familie erlebt wird.

Sie als Eltern können zur Ruhe kommen und dem hektischen Alltag einen Moment entfliehen und auch Ihre Kinder kommen zur Ruhe und werden ausgeglichener. Nach einer Achtsamkeitsübung, können sie sich zum Beispiel wieder besser auf ihre Hausaufgaben konzentrieren. Zudem lernen Ihre Kinder, sich selbst einen Rückzugsort zu schaffen und die Achtsamkeit in ihren Alltag zu integrieren, wenn sie sich in der Schule gestresst fühlen.

Achtsamkeit als Ritual für die ganze Familie

Gerade wenn Veränderungen in der Familie anstehen, wie Familienzuwachs, der erste Tag im Kindergarten oder der Schule, ein neuer Job, kann dies eine gewisse Unruhe in den Alltag bringen. Schließlich muss dieser nun neu strukturiert werden. Das spüren die Eltern, aber auch die Kinder. Die Achtsamkeit mit Kindern, kann dann den Familienzusammenhalt stärken oder sogar wieder herbeiführen, wenn der Zusammenhalt ins Wanken geraten ist. Es ist einfacher, mit einem klaren Kopf, Lösungen zu finden.

Sowohl Erwachsene als auch Kinder haben häufig das Gefühl nicht genug zu sein und funktionieren zu müssen. Manchmal fühlen sie sich wie in einem Hamsterrad, das einfach nicht stillstehen will. Achtsamkeit hilft dabei, aus diesem Hamsterrad auszubrechen und für ein paar Augenblicke innezuhalten. Dieses Innehalten hilft, wenn es regelmäßig geübt wird, selbst im stressigsten Alltag, die Ruhe zu bewahren.

Zu Beginn könnten Sie zum Beispiel wöchentlich eine “Achtsame Stunde” mit Ihren Kindern einführen. Lesen Sie ein Zitat vor und besprechen Sie es gemeinsam. Zum Abschluss können Sie noch gemeinsam eine kleine achtsame Übung durchführen.

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Wir bei Gardens of Zen sagen immer, dass Achtsamkeit nicht schwer sein muss. Mit einem achtsamen Gedanken in der Woche können Sie schon viel verändern. Um Sie und Ihre Familie zu motivieren achtsamer zu werden schicken wir Ihnen bei Bedarf wöchentlich achtsame Gedanken zu. Das Ganze ist und bleibt komplett kostenlos. Klicken Sie einfach hier.

Achtsamkeit mit Kindern geht!
Achtsamkeit mit Kindern geht!

Was bewirkt Achtsamkeit bei Kindern?

Kinder sind in den ersten Lebensjahren völlig achtsam. Sie leben stets im Hier und Jetzt und machen sich keine Gedanken darüber, was Morgen sein wird. Sie spielen mit ihren Puppen und Spielzeugautos und lassen sich voll auf den Moment ein. Mit zunehmendem Alter verliert sich die diese Gabe leider und muss wieder neu erlernt werden. Dies liegt daran, dass Kinder Verpflichtungen haben und sich anpassen müssen. Plötzlich können sie nicht mehr nur spielen, selbst wenn ihnen gerade danach wäre. Sie müssen für die Schule lernen oder sich in der Schule konzentrieren.

Achtsamkeit ist also nicht nur für Erwachsene von großer Wichtigkeit, sondern auch für Kinder. Die Achtsamkeitspraxis hat auf Kinder und Erwachsene folgende Wirkungen:

  • Besseres Konzentrationsvermögen
  • Mehr Ruhe und Ausgeglichenheit
  • Weniger Stress und Unruhe
  • Mehr Selbstbewusstsein
  • Verbesserte Impulskontrolle
  • Besserer Umgang mit herausfordernden Situationen
  • Mehr Einfühlungsvermögen

Dem Leben den Stress entziehen

Oftmals machen wir Menschen uns selber Stress. Warum sollten wir durch das Leben hetzen, wenn wir durch Achtsamkeit mit Kindern, mehr Zeit dazu gewinnen können? Das Kind ist unruhig und weint, weil es sich überfordert fühlt oder mit einer Situation nicht umzugehen weiß. Als Elternteil hat man nun die Pflicht, das Kind zu beruhigen. Aber wenn es schafft sich in vielen Situationen selbst zu beruhigen, hat man als Familie mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens.

Sie als Erwachsener wissen, wie viele Fehler man bei der Arbeit macht, wenn man sich müde und gestresst fühlt. Wenn Sie jedoch achtsam sind, schleichen sich weniger Fehler ein, die sie nicht ausbügeln müssen. Sie gewinnen also Zeit!

Ein japanische Sprichwort sagt: „Wenn du es eilig hast, gehe langsam!“ In diesem Sprichwort steckt eine großartige Weisheit. Sind Sie müde, können Sie nur mit einer geringen Leistung arbeiten. Im ausgeruhten Zustand sind Sie viel leistungsfähiger und schaffen mehr. Immer mehr Unternehmen bieten aus diesem Grund Räume und sogar Zeiten für kleine Powernaps (Nickerchen) an.

Nach einem Powernap ist die Konzentration deutlich höher und der Mensch ist wieder leistungsfähig. Genauso ist es mit der Achtsamkeit  mit Kindern. Sie hat jedoch zusätzlich den Vorteil, dass sie auf Veränderungen aufmerksam macht. Man wird bewusster für die Dinge, die im Leben passieren. Man schützt sich vor Überforderung, weil man spürt, wenn etwas in die falsche Richtung läuft. Achtsamkeit ist eines der besten Mittel, um sich vor Burnout, Angststörungen und Depressionen zu schützen oder diese sogar zu lindern oder zu heilen.

Achtsames Atmen

Eine schöne und sehr beruhigende Übung aus der Achtsamkeitspraxis ist das achtsame Atmen. Bei der Achtsamkeit mit Kindern können Sie Ihr Kind auch auf den Schoß nehmen und ihm erklären, was es tun soll. Alternativ wechseln Sie sich mit dieser Übung ab und jeder darf ansagen, wann der Nächste dran ist. Wichtig ist nur, dass Sie alle versuchen dieser Übung Ihre gesamte Aufmerksamkeit zu schenken.

Achten Sie bei dieser Übung darauf, wie sich die Bauchdecke beim Einatmen hebt und beim Ausatmen senkt. Achten Sie ganz bewusst auf Ihren Atem. Sie können auch Ihre Atemzüge zählen. Einatmen, ausatmen, eins. Einatmen, ausatmen, zwei, usw. Bis Sie bei zehn angekommen sind. Diese Übung können Sie mehrfach wiederholen. Sie zählen aber immer nur bis zehn. Sie werden zu Beginn bestimmt manchmal unkonzentriert sein und weiterzählen. Das ist nicht weiter schlimm. Aber sie werden sich dieser Unachtsamkeit bewusst und das ist ein großes Geschenk für Sie und Ihre Kinder.

Also worauf warten Sie? Zu dem Wohl des Kindes und Ihrem eigenen, beginnen Sie noch heute mit Übungen für mehr Achtsamkeit.

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Wenn Sie diesen Artikel hilfreich fanden, schauen Sie sich die gesamte Auflistung von Alltagstauglichen Achtsamkeitsübungen HIER an! Hier finden Sie auch Übungen die Sie mit Jugendlichen durchführen können.