Im Buddhismus spielt die Achtsamkeit eine sehr gro├če Rolle. Nur durch sie ist es m├Âglich, eine buddhistische Geisteshaltung zu erreichen. Aber was versteht man ├╝berhaupt darunter, wie erlangt man sie und muss man daf├╝r zwingend einen religi├Âsen Glauben haben?

Bei der Achtsamkeit geht es um die Akzeptanz jedes Moments, unabh├Ąngig davon, ob es sich um einen sch├Ânen oder schwierigen Moment handelt. Er wird einfach so akzeptiert, wie er ist. Man l├Âst sich von Vorstellungen und auch von den Vorstellungen und Gedanken ├╝ber sich selbst.

Im Buddhismus gibt es keinen Gott
Im Buddhismus gibt es keinen Gott

Im Buddhismus gibt es keinen Gott

Um eine buddhistische Geisteshaltung erlangen zu k├Ânnen, muss man nicht religi├Âs sein. Im Buddhismus gibt es n├Ąmlich keinen Gott, wie es in vielen Religionen wie dem Christentum, dem Hinduismus oder dem Islam der Fall ist. Im Buddhismus sind stattdessen verschiedene Theorien, Lehren und Praktiken Tradition, die das Lebensgl├╝ck wachr├╝tteln sollen.

Damit man gl├╝cklich sein kann, ist es laut der buddhistischen Lehre von gr├Â├čter Bedeutung, dass man lernt, jeden Moment so anzunehmen und zu akzeptieren wie er ist. Dadurch befreit man sich von jeglichen Leiden. Wir Menschen tun uns schwer damit, bestimmte Situationen so anzunehmen, wie sie sind. Wir wollen es anders haben, es ├Ąndern oder wir verdr├Ąngen den Zustand. Dieses Handeln und dieses Habenwollen und ├Ąndern wollen, erschafft jedoch erst das Leid.

Wir b├Ąumen uns gegen etwas auf, dass wir nicht ├Ąndern k├Ânnen, wie das Wetter zum Beispiel. Das macht uns Stress. Sinnvoller ist es, eine buddhistische Geisteshaltung anzunehmen und statt sich ├╝ber den Regen aufzuregen, einfach eine warme Tasse Tee zu genie├čen und den Moment so zu akzeptieren wie er ist.

Die edlen Wahrheiten des Buddhismus

In der buddhistischen Lehre gibt es die sogenannten vier edlen Wahrheiten. Die erste Wahrheit besagt, dass jedes Wesen dem Leiden unterworfen ist. Damit ist jedoch nicht zwingend der seelische oder k├Ârperliche Schmerz gemeint, sondern alles, was sich unbefriedigend anf├╝hlt oder so empfunden wird.

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Die zweite Wahrheit lehrt, dass alles Leiden, durch Begehren, also das Habenwollen, durch Gier und die Anhaftung an Dingen, Menschen, die Vergangenheit und die Zukunft, entsteht. Das Leid wird laut der zweiten Wahrheit unter anderem durch Ruhm, Reichtum, das Streben nach Ansehen und Aufmerksamkeit sowie durch das Verlangen erschaffen. Es ist einfach nicht m├Âglich, die Vergangenheit festzuhalten. Viele Menschen wollen dies nicht wahrhaben und erschaffen dadurch Leid.

Die dritte Wahrheit besagt, dass sich jegliches Leid beenden l├Ąsst, wenn man die Ursache daf├╝r ausl├Âscht.

Die vierte Wahrheit besagt, dass es einen Weg gibt, das Leiden zu beenden und die Vergangenheit loszulassen. Es ist m├Âglich frei zu sein und sich von Sorgen, Vorstellungen und Problemen zu l├Âsen.

Die Wahrheiten der buddhistischen Geisteshaltung
Die Wahrheiten der buddhistischen Geisteshaltung

Der edle Pfad der Buddhisten

Buddhisten schulen durch Meditation unerm├╝dlich ihren Geist. Dadurch erlangen sie nicht nur Weisheit, sondern auch Mitgef├╝hl, f├╝r ihre Mitmenschen und jedes Wesen, egal ob Tier oder Pflanze. Erreicht wird die buddhistische Geisteshaltung ├╝ber den sogenannten achtfachen Pfad. Er besteht aus acht Teilen, die drei Gruppen zugeordnet sind. Der Weisheit, Sittlichkeit und der Vertiefung. Diese Anteile m├╝ssen nicht nacheinander erworben werden. Sie sind alle wichtig.

Der achtfache Pfad beschreibt sozusagen, dass man seine innere Mitte erreichen und niemals in Extreme verfallen soll. Zudem soll man sich ├╝ber sein Handeln und seine inneren Gef├╝hlswelten bewusst werden.

Die Weisheit setzt sich aus rechter Erkenntnis und rechter Absicht zusammen. Zur rechten Erkenntnis z├Ąhlt unter anderem die Einsicht in die vier edlen Wahrheiten und andere wichtige buddhistische Lehren, die ihren Ursprung in Tibet fanden.

Die rechte Absicht ist der Entschluss eines Menschen, niemandem bewusst zu schaden, sich ├╝ber ihn zu ├Ąrgern, ihn zu hassen oder gierig zu sein, sondern stets gro├čz├╝gig zu sein und jedem Wesen mit Wohlwollen zu begegnen.

Die Sittlichkeitsgruppe setzt sich aus dem dritten, vierten und f├╝nften Teil zusammen. Dem rechten Reden, dem rechten Handeln und dem rechten Lebenswandel. Das bedeutet, wenn man der tibetischen, buddhistischen Lehre folgt, dass man nicht l├╝gt, nicht ├╝ber andere Menschen redet, sie beleidigt oder verleugnet. Wer recht handelt, stiehlt, schl├Ągt und t├Âtet nicht. Wer einen rechten Lebenswandel verfolgt, ├╝bt keinen Beruf aus, der jemandem Schaden zuf├╝gt. Das bedeutet, dass man nicht mit Waffen, Drogen oder Lebewesen handeln soll.

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Zur buddhistischen Geisteshaltung geh├Âren au├čerdem der sechste, siebte und achte Teil, des edlen achtfachen Pfades ÔÇô die Vertiefung. Sie setzt sich aus der rechten Achtsamkeit, dem rechten Streben und der rechten Sammlung zusammen. Wer nach Recht strebt, bem├╝ht sich darum, nicht im Affekt zu handeln und sich seiner Wut, seinen Begierden, Hass, Ablehnung usw. hinzugeben. Der Buddha hinterfragt stets seine Gedanken und Gef├╝hle.

Die rechte Achtsamkeit, die auch als Vipassana bezeichnet wird, fordert dazu auf, jeden Moment bewusst wahrzunehmen und ihn so anzunehmen wie er ist, ohne ihn zu verurteilen. Die rechte Sammlung bezieht sich darauf, dass man sich im Geiste sammelt und die F├Ąhigkeit trainiert, den oftmals unruhigen Geist zu kontrollieren und h├Âchste Konzentration zu erlangen und das geht auch ohne einer Religion oder dem Buddhismus anzugeh├Âren.