Stressbewältigung durch Achtsamkeit

Stressbewältigung durch Achtsamkeit

Heute gibt es kaum Menschen, die nicht unter Stress leiden. Ob Eltern; Kinder oder Manager. Stress kann jeden treffen. Die Frage ist jedoch, wie man mit seinem Stress umgeht und ob man sich von ihm vereinnahmen lässt oder sich eine gezielte Stressbewältigungsstrategie zurechtlegt. Manchmal ist es zum aus der Haut fahren. Aber man muss sich diesem Gefühl nicht hingeben und kann trotz den alltäglichen Herausforderungen locker und leicht durchs Leben gehen. Die Stressbewältigung durch Achtsamkeit macht es möglich.

Stressbewältigung durch Achtsamkeit ist lernbar

Die Fähigkeit besser mit Stress umzugehen, ist lernbar. Hierfür ist es zunächst wichtig, eine achtsame Haltung zu erlernen und anzunehmen. Manchmal spüren wir, dass etwas nicht stimmt. Wir fühlen uns getrieben, unruhig und gestresst, wissen aber eigentlich gar nicht so genau warum. Als zweiter Punkt kommt hinzu, dass wir alltägliche Situationen und Belastungen oft falsch einschätzen und keine Lösung für unsere Probleme finden, wenn sie uns bekannt sind.

Den meisten Stress, den wir erleben, verursachen unsere Gedanken bzw. unser Umgang mit ihnen. Müssen wir alle unsere Gedanken wirklich glauben? Nein! Und das sollten wir auch nicht tun. Die meisten unserer Gedanken basieren auf falschen Annahmen. Gedanken wie: „Das schaffe ich nie! Ich bin zu hässlich! Ich bin zu dumm!“, sind selbstzerstörerisch und verursachen Stress. Darüber hinaus sind sie oft eine selbsterfüllende Prophezeiung. „Das schaffe ich nie!“ Wer so denkt und diesen Gedanken auch noch glaubt, der steht sich selbst im Weg. Wer denkt: „Ich bin zu hässlich!“, wirkt auf andere Menschen traurig, wenn er diesen Gedanken glaubt und bringt sich damit um seine wundervolle Ausstrahlung, obwohl er nicht hässlich ist. Wir sollten also besser nicht jedem Gedanken unseren Glauben, aber sehr wohl unsere Aufmerksamkeit schenken, indem wir ihn beobachten.

Wenn wir nicht mehr den ganzen Blödsinn glauben, den wir uns erzählen, geht es uns besser. Es ist besser seine Gedanken zu betrachten, als würde man einem nervigem Radiomoderator zuhören, der nur Quatsch erzählt. Dadurch wird man zum Beobachter und nimmt nicht mehr jeden Gedanken für bare Münze. Man gewinnt Abstand und hört auf sich mit den Gedanken zu identifizieren.

Mindfulness-based Kurse helfen durch die Meditation die Stressbewältigung durch Achtsamkeit zu erlernen.

Was ist MBSR?

MBSR ist die Abkürzung für Mindfulness Based Stress Reduction, also die achtsamkeitsbasierte Stressbewältigung. Sie wurde in den 1970er Jahren von Jon Kabat-Zinn entwickelt. In einem MBSR-Kurs lernt man innerhalb von acht Wochen, wie man besser mit sich, seinen Gedanken, Emotionen und seinem Stress umgehen kann.

Die Stressbewältigung durch Achtsamkeit wird durch verschiedene Übungen gelehrt, von denen sich viele bequem überall durchführen lassen. Manche sind so subtil, das niemand es mitbekommt. So lassen sie sich während der Arbeit, bei der Autofahrt, während der Bahnfahrt, im Supermarkt an der Kasse usw. durchführen. Um sich von seinem eigenen Stress zu befreien, hilft es, Abstand zu gewinnen und wenn es nur für eine Minute ist.

Stressbewältigung durch Achtsamkeit: Hilft gegen Stresssymptome
Stressbewältigung durch Achtsamkeit: Hilft gegen Stresssymptome wie Schlaflosigkeit

Gegen welche Stresssymptome hilft Achtsamkeit?

Menschen die unter Stress leiden, entwickeln früher oder später diverse Symptome. Die Stressbewältigung durch Achtsamkeit kann gegen diese Stresssymptome helfen. Sie hilft zum einen langfristig und zum anderen, je nach Übung, auch in akuten Situationen sofort gegen Symptome wie zum Beispiel:

  • Schlaflosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Angst
  • Unruhe
  • Wut
  • Trauer
  • Kopfschmerzen
  • Verspannungen
  • Atemprobleme

Und viele mehr.

Welche Achtsamkeitsübungen helfen besonders gut gegen Stress?

Zunächst muss man seinen persönlichen Stress ermitteln, wenn man ihn nicht kennt. Manchmal fühlen wir uns gestresst, wütend oder traurig und wissen gar nicht warum. In diesem Fall hilft es, wenn man zunächst seine Gedanken beobachtet. Schnell wird einem klar, was man sich für Schauermärchen erzählt und erkennt den Grund, warum man sich so fühlt, wie man sich fühlt.

Vielleicht ist es aber auch die Arbeit, die Kinder oder der Stau auf der Autobahn, der Stress verursacht. Schließlich empfindet jeder Mensch etwas anderes als Stress. Wie soll man damit umgehen, wenn die Kinder sich um ein Spielzeug streiten oder beide gleichzeitig die Aufmerksamkeit von den Eltern einfordern? Die Lösung fällt einem meistens erst dann ein, wenn wir zur Ruhe kommen und das gelingt mit verschiedenen Übungen sehr schnell.

Stressbewältigung durch Achtsamkeit in akuten Situationen

Konzentriere dich auf deinen Atem und beobachte, wie sich dein Bauch und dein Brustkorb dabei heben und senken. Beobachte, wie der Atem durch die Nase ein- und ausströmt. Atme bewusst durch die Nase ein uns langsam durch den Mund wieder aus. Dabei entspannt sich jeder Muskel, weil das parasympathische Nervensystem, das dafür verantwortlich ist, dass wir zur Ruhe kommen, anspringt. Nehme vor allem das Ausatmen bewusst wahr und lasse dabei, wenn es dir möglich ist, noch mehr los.

Du kannst auch deine Atemzüge zählen, falls es dir schwer fällt, dich zu konzentrieren. Du kannst dabei deine linke Hand auf den Bauch legen und die rechte auf deinen Brustkorb. So fällt es dir leichter dich zu spüren und bei dir anzukommen.

Einatmen, ausatmen eins. Einatmen ausatmen zwei. Mach das immer nur bis zehn und fange dann wieder von vorne an. Du wirst zu Beginn bestimmt ganz oft weiterzählen. Das ist nicht weiter schlimm. Mit zunehmender Übung wirst du dir dessen immer bewusster und kannst schon bald darüber lachen. Gleichzeitig schulst du dich dadurch achtsamer zu werden. Außerdem findest du so schnell den Einstieg in die Stressbewältigung durch Achtsamkeit.

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