Leiden Sie an Depressionen oder Angststörungen? Haben Sie von Achtsamkeit gehört aber glauben noch nicht wirklich daran, dass es Ihnen helfen könnte? Dann ist dieser Artikel genau das richtige für Sie, denn wir erzählen Ihnen die Geschichte der Mika Brzezinski. Und wie sie Achtsamkeit gegen ihre Angststörungen eingesetzt hat.

Mika und Angststörungen

Mika Brzenzinksi ist Mutter von zwei Teenagern. Neben dem Vollzeit Job als liebende Mutter schrieb sie Bücher und produzierte die Kunst Ausstellungen ihrer Mutter. Sie kümmerte sich um ihre Eltern, die zunehmend gesundheitliche Probleme bekamen, sie war Gastgeberin einer politischen Live-Show für mindestens drei Stunden täglich und trat auf Live-Events und Shows auf. Und das alles während sie eine unschöne und quälende Scheidung durchmachte.

Anstatt zum Sport zu gehen, lief sie durch die Straßen in Jogginghose und wimmerte vor sich hin. Ihre Emotionen waren unkontrollierbar und zu extrem. Kleinste Veränderungen schmissen ihre Emotionen komplett durcheinander. Zusätzlich bekam sie zunehmend Schlafprobleme.

Obwohl Mika immer auf Achse war und viel zu tun hatte antwortete sie allem und jedem innerhalb von Sekunden. Ihre Kinder baten sie um eine Sache und sie tat drei. Und das war okay, dachte sie.

Mika versteckte sich hinter der Illusion, dass nichts falsch sein könnte mit ihr, denn sie war ja extrem produktiv. Obwohl sie zugleich ein physischer Haufen Elend war.

Wer hat schon 3 Minuten?

Eines Tages wurde ihr die Dialektisch-Behaviorale Therapie empfohlen. Einige ihrer Familienmitglieder hatten sie bereits ausprobiert und konnten ihr nur gutes Berichten.

Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) wurde in den achtziger Jahren von Marsha M. Linehan als störungsspezifisches Konzept zur Behandlung von chronisch suizidalen PatientInnen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) entwickelt. Die Basis der DBT stellt die kognitive Verhaltenstherapie dar.

Dachverband DBT

Anfangs fiel es ihr extrem schwer ihre Beziehung zu allem und jedem zu verändern und sie glücklicher, freudiger und natürlich auch achtsamer zu machen.

Auch interessant:  Kann Achtsamkeit Depression verhindern?

Zu Beginn ihrer Therapie bat ihre Therapeutin sie die App “Headspace” runterzuladen (eine der Achtsamkeitsapps).

Mika dachte sich “Wer hat schon 3 Minuten? Ich sicherlich nicht!”

Drei Monate nach der Bitte ihrer Therapeutin, hatte sie die App noch immer nicht.

Ihre Therapeutin sagte ihr daraufhin, dass sie sich 5 Minuten am Tag für sich nehmen muss. 5 Minuten – morgens bevor der Tag beginnt und ihr Kopf anfängt mit ihr zu kommunizieren.

Sie erklärte Mika die Atmen Übung zum achtsamen aufstehen. Wie sie achtsam mit ihren Gedanken umgehen kann und dass sie ihre Gedanken nicht verurteilen darf. (Diese Übung und weitere können Sie übrigens hier kostenlos nachlesen)

Zu Beginn hat es sich komisch für Mika angefühlt. Erzwungen und unnatürlich aber mit der Zeit hat sich ihr Körper und Geist daran gewöhnt achtsamer zu werden.

So hat Mika angefangen Achtsamkeit in Ihren Alltag einzubauen und langsam immer achtsamer zu werden.

Achtsamkeit hilft!

Mittlerweile praktiziert Mika täglich Achtsamkeit. Wenn sie joggen geht wird weder Musik gehört, noch telefoniert oder getexted. Sie konzentriert sich auf die Gegenwart, das Rennen und die Empfindungen ihres Körpers.

Sie hat die Achtsamkeit Wirkung für sich entdeckt und sagt, dass es ihr hilft ihre Emotionen und Angststörungen in den Griff zu kriegen.

Dies sind verwirrende Zeiten für Kinder und auch für Erwachsene. Soziales und emotionales Training zusammen mit Achtsamkeit ist in unserer Gesellschaft ein dringendes Bedürfnis.

Mika Brzenzinksi (Übersetzung von Gardens of Zen)

Um es in Mikas Worten auszudrücken: “I am a true Believer“.

Sind Sie es auch schon? Oder werden Sie es noch? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen.