Kann Achtsamkeit Depression verhindern?

Kann Achtsamkeit Depression verhindern?

In Deutschland leben etwa 4 Millionen Menschen mit einer Depression oder einer depressiven Störung. Das sind knapp 5% aller Deutschen. Es wird geschätzt, dass weltweit 350 Millionen von dieser Erkrankung betroffen sind. Das Schlimme daran ist, dass die Tendenz steigend ist. Immer mehr Menschen leiden an psychischen Störungen und Erschöpfungssymptomen, Angststörungen und Burnout. Kann Achtsamkeit Depression verhindern?

Wie können Achtsamkeitsübungen gegen Depressionen helfen?

Achtsamkeitsübungen sind im Allgemeinen sehr wirksam bei Depressionen, insbesondere bei wiederkehrenden Depressions-Symptomen. Oftmals empfundene Symptome sind: eine innere Leere, negative Gefühle und Trauer. Betroffene machen sich häufig Selbstvorwürfe und drängen sich dadurch nur noch mehr in die Spirale der Depression. Es ist ein Teufelskreis. Die Patienten bemerken es häufig nicht, dass sie sich mit den Selbstvorwürfen keinen Gefallen tun. Sie merken nicht, wie hart sie mit sich ins Gericht gehen. Die Achtsamkeit hilft dabei, die unerfreulichen Gedanken zu entschlüsseln.

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Achtsamkeit zur Behandlung von Depressionen

Wenn Achtsamkeit Depression verhindern, heilen oder lindern soll, braucht es vor allem eines – Geduld und Regelmäßigkeit. Nur wenn die Übungen regelmäßig durchgeführt werden, können sie helfen.

Es gibt verschiedene Achtsamkeitsübungen. Für den Beginn wird es für gewöhnlich empfohlen, sich aufrecht hinzusetzen, ohne sich anzulehnen. Man konzentriert sich auf seinen Atem, die eigenen Gedanken, Emotionen und den Körper. So einfach diese Übung auch klingt – sie ist dennoch ein wirksames Mittel gegen eine Depression.

Jon Kabat-Zinn entwickelte diese Methode Ende der 1970er Jahre. Ursprünglich sollten die Achtsamkeitsübungen Menschen mit chronischen Schmerzen helfen. Schnell entdeckte Kabat-Zinn jedoch, dass sich durch die Achtsamkeitspraxis auch psychische Störungen wie Depressionen lindern lassen.

Die Methode dient zur Senkung des Stresslevels und wirkt sich sowohl auf den Körper als auch auf die Seele positiv aus. Das sogenannte MBSR-Training (Mindfulness Based Stress Reduction), also die achtsamkeitsbasierte Stressreduktion, wird heutzutage von vielen Krankenkassen als 8-wöchiger Kurs angeboten.

Dabei ist es wichtig MBSR nicht mit MBCT (Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie) zu verwechseln. MBCT ist von den Psychotherapieforschern, sowie Verhaltenstherapeuten Zindel V. Segal, J. Mark G. Williams und John D. Teasdale zur Prävention von Rückfällen in die Depressionen entwickelt worden. MBCT wird oft in der Psychotherapie eingesetzt. 

Achtsamkeit Depression - Hilft Achtsamkeit wirklich?
Achtsamkeit Depression – Hilft Achtsamkeit wirklich?

Was lernt man in so einem Kurs?

Bis die Achtsamkeit Depression lindert, braucht es ein wenig Geduld. Die meisten Betroffenen bemerken jedoch sehr schnell erste Erfolge. Während des Kurses lernen die Teilnehmer zu meditieren und ihren Körper bewusst zu spüren. Auch Yoga-Übungen können Teil des Kurses sein.

In den 1990er Jahren wurde die achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie zur Behandlung von wiederkehrenden Depressionen entwickelt. Diese beinhaltet nicht nur ein MBSR-Training mit Übungen aus der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion, sondern auch Elemente aus der kognitiven Verhaltenstherapie.

Der Patient lernt also, seine depressiven Gedanken zu entlarven und mit ihnen umzugehen. Die Achtsamkeit hilft dabei, das Rückfall Risiko bei Patienten mit Depressionen zu senken. Bestehende Depressionen lassen sich durch das Achtsamkeitstraining lindern.

Durch die Therapie lernen die Betroffenen ihre Depression und die unerwünschten Emotionen zu akzeptieren. Dadurch wird der Leidensdruck gelindert und die Patienten finden Abstand zu den Depressionen. Sie spüren, dass die Depressionen eine Erkrankung sind, aber sie nicht die Krankheit oder die negativen Gedanken sind. Sie lernen sich nicht mehr mit diesen negativen Emotionen zu identifizieren.

Gleichzeitig lernen die Betroffenen, dass sie nicht alle Gedanken glauben müssen, die ihnen durch den Kopf gehen. Viele Menschen glauben, dass wenn es ihnen schlecht geht, sie daran selbst schuld sind. Dies verstärkt die Depression.

Depressionen brechen meistens nach stark belastenden Lebensereignissen aus. Achtsamkeit gibt den Menschen die Stärke zurück, die sie benötigen, um Heilung zu erfahren und unerfreulichen Gefühlen zu entkommen.

10 achtsame Schritte zur Linderung von depressiven Symptomen

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