Depression Emma

Emma. Die Geschichte der Depression hinter dem breiten Lächeln.

Habe ich Ihnen schon einmal von Emma* erzählt?

Emma ist eine ehemalige Mitschülerin von mir. Sie hätten jeden in der Schule fragen können was mal aus Emma wird. Wirklich, egal wen und Sie würden die gleiche Antwort bekommen: “Aus der wird mal was ganz Großes!”.

Ich muss Ihnen also nicht sagen, dass sie eine ehrgeizige, intelligente und motivierte junge Frau war. Emma war immer frohen Mutes und half jedem mit einem breiten Grinsen auf den Lippen wenn man sie drum bat. Bis sich etwas ihrem Leben änderte.

Das Studium, die neue Umgebung, die vielen Ansprüche die an sie gestellt wurden, wurden einfach zu viel für sie.

Sie ging nicht mehr zu ihren Vorlesungen, verlor Anschluss an der Uni und der Kontakt zu ihren ehemaligen Freunden wurde immer spärlicher bis er ganz abbrach.

“Ich schaff das nicht”, “Ich will nicht mehr” und “Ich bin nicht gut genug” waren tägliche Gedanken von Emma. Ja, selbst das Aufstehen aus dem Bett gelang ihr nach einiger Zeit nicht mehr.

Ihr breites Grinsen für das wir sie alle kannten war verschwunden.

Emma war gefangen in dem endlosen Kreis an depressiven, traurigen Gedanken und somit unachtsam. Sie konnte nicht auf die Art ihrer Empfindungen achten, sie war viel zu beschäftigt die Empfindungen zu fühlen.

Irgendwann reichte es Emma. Sie sah ein, dass etwas nicht stimmte. Und das war der Tag an dem sie achtsam mit sich selbst wurde.

Natürlich wusste sie es da noch nicht, aber sie war es. Sie hat sich Zeit genommen und ihre Gefühle wahrgenommen. Ohne sie zu beurteilen. Emma ist klar geworden, dass sie länger als sonst traurig war und dass ihr Körper müde und erschöpft war obwohl sie sich kaum aus dem Bett bewegte.

Auch wenn sie damals nichts mit Achtsamkeit am Hut hatte, war sie unbewusst achtsam.

Diese Erkenntnis gab ihr ein wenig ihrer Stärke zurück. Sie nahm all ihren Mut und all ihre Kräfte zusammen und versuchte daraufhin Hilfe bei ihrer Familie zu suchen. Sie erzählte ihnen von der ständigen Traurigkeit, der Angst den Erwartungen nicht gerecht zu werden und ihren schmerzenden Selbstzweifeln.

Glücklicherweise, stieß sie Zuhause auf viel Verständnis. Ihre Eltern unterstützen Sie darin einen kompetenten Psychologen zu finden, der sie mit einer Depression diagnostizierte und ihr zu einer Therapie riet.

Besagter Psychologe half ihr, ihr Leben komplett umzukrempeln. Er empfahl ihr sich mit Achtsamkeit zu beschäftigen “10 Minuten am Tag, Emma. Das reicht für den Anfang”.

Anfangs war Emma – wie ich zugegebenerweise auch – skeptisch, doch nachdem sie routinierter mit den Achtsamkeitsübungen wurde, merkte sie wie gut es ihr tat. Und ja, mittlerweile ist Emma wieder ganz die “Alte”.

Ich will ehrlich mit Ihnen sein, es ist schon ein paar Wochen her, seit ich mit Emma über diesen Beitrag gesprochen habe und ihr Löcher in den Bauch gefragt habe. 

Vor gut einer Woche, saß ich also in einem Café, trank meinen Cappuccino und schrieb Emmas Geschichte. Doch dann fiel mir auf: Moment. Wie praktiziert Emma Achtsamkeit? Was für Übungen macht sie?

Ist das nicht genau das was Betroffenen helfen würde? 

Ich schloss mein Blogprogramm und öffnete Whatsapp, um ihr folgende Nachricht zu schreiben: 

“Hey Emma, Wie praktizierst du jetzt eigentlich genau Achtsamkeit? Hast du Hilfsmittel? Ich glaube das wäre für meine Leser fast mit am interessantesten.” 

Ein paar Stunden später erhielt ich auch schon eine detaillierte Antwort. Ich konnte herauslesen, dass ihr am meisten an ihrem “Achtsamkeits Tagebuch” lag. 

“Jeden Abend schreibe ich mir auf warum ich dankbar für diesen Tag bin, wie ich achtsam war und was schlecht lief. Morgens schreibe ich mir dann auf wie ich mir vornehme achtsam zu sein und was ich heute erreichen will. Ich weiß nicht wieso, aber es befreit meinen Kopf ungemein.”

Morgens den Tag achtsam planen. Abends achtsam reflektieren. 10 Minuten Zeitaufwand und doch so einen Effekt. Ich war begeistert. 

Doch wieso erzähle ich Ihnen das alles?

Ganz einfach: Ich dachte mir wenn Achtsamkeit Emma geholfen hat mit Ihrer Depression besser umzugehen und Ihre depressiven Episoden zu minimieren, wieso sollte es nicht auch anderen helfen?

So entstand: “Mit Achtsamkeit aus der Krise”.

Ich wollte einen Ratgeber schreiben der Betroffenen hilft depressive Symptome nachhaltig zu lindern und Angehörige informiert (denn es hat nicht jeder das Glück eine verständnisvolle Familie zu haben).

Der Ratgeber sollte außerdem Menschen helfen die das Gefühl haben depressiv zu sein, herausfinden zulassen ob sie es wirklich sind. Denn oftmals verwechseln Menschen Traurigkeit mit Depressionen.

Lassen Sie mich da direkt vorweg sagen: wir sind alle mal traurig und das ist gut so. Nur so können wir die verschiedenen Höhen und Tiefen erleben, die das Leben so lebenswert machen. 

Aber auch Traurigkeit ist nur im Maße normal. Das ist der Grund wieso der Ratgeber einen Depressions Selbsttest beiliegt. Jeder Leser kann in der Sicherheit seines Zuhauses herausfinden wie wahrscheinlich eine Depression bei ihm ist. Und sollte das Ergebnis auf eine Depression hindeuten kann der Leser mit diesem Test zum Arzt gehen und sich die richtige Hilfe suchen, denn der Test ist von Ärzten weltweit anerkannt.

Emmas Erfahrung habe ich mir auch sehr zu Herzen genommen und wollte dem Ratgeber Übungen beifügen die man direkt von Zuhause praktisch umsetzen kann. “Aber nicht jeder wird ein Fan des Tagebuchs sein” dachte ich mir. Und genau darum hat “Mit Achtsamkeit aus der Krise” verschiedene Übungen und Vorlagen: Damit jeder seinen Favorit finden kann.

Ich hoffe Ihnen gefällt der Ratgeber, noch mehr hoffe ich allerdings, dass er Betroffenen so gut hilft, wie Emma die Achtsamkeit geholfen hat. 

Aber sagen Sie es mir: Habe ich mein Vorhaben einen hilfreichen Ratgeber für Betroffene, Depressions “Verdächtige” sowie Angehörige zu schreiben erfolgreich umgesetzt?

*Emma ist natürlich nicht ihr richtiger Name um ihre Privatsphäre zu schützen haben wir ihr ein Pseudonym gegeben.


Das Buch gibt es übrigens nicht nur als E-Book sondern auch als Taschenbuch bei Amazon zu kaufen:

Mit Achtsamkeit aus der Krise: Selbsthilfe Ratgeber: depressive Symptome
4 Bewertungen
Mit Achtsamkeit aus der Krise: Selbsthilfe Ratgeber: depressive Symptome
  • 92 Pages - 05/14/2019 (Publication Date) - Independently published (Publisher)

Letzte Aktualisierung am 2019-11-17 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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