Durchschlafstörungen

Durchschlafstörungen: Wie kann ich besser schlafen?

Wenn du an Durchschlafstörungen leidest, kann es sein, dass du abends zwar leicht einschlafen kannst, aber nachts wieder wach wirst und möglicherweise nicht wieder einschlafen kannst. Die Durchschlafstörung kann jedoch auch in Verbindung mit anderen Schlafstörungen auftreten. Vielleicht machst du dir in der Wachphase Gedanken darüber, wie du den nächsten Tag überstehen sollst, wenn du wieder nicht ausgeschlafen bist. Diese Form der Schlafstörung kann sowohl Kinder als auch Erwachsene betreffen. Aber ab wann spricht man von einer Durchschlafstörung und was kann man dagegen tun?

Was sind Durchschlafstörungen?

Von einer Durchschlafstörung spricht man, wenn die Betroffenen über einen längeren Zeitraum mehrmals in der Woche nachts aufwachen und dann nicht wieder einschlafen können. Wenn du nachts aufwachst und danach weiter schlafen kannst, handelt es sich nicht zwingend um eine Schlafstörung. Es ist normal, dass wir nachts aufwachen und dann wieder einschlafen. Oft bekommen wir das Aufwachen nicht einmal mit. Wenn du nicht ausreichend Schlaf bekommst und häufig unter Durchschlafstörungen leidest, kann ein starker Leidensdruck entstehen. Die Symptome dieser Schlafstörung können genauso vielfältig sein, wie die Ursachen.

Folgende Symptome können durch Schlafstörungen entstehen:

  • Müdigkeit
  • Leistungsschwächen
  • Wut
  • Antriebslosigkeit
  • Anspannung
  • Gereiztheit
  • Zu langsame Reaktionsfähigkeit
  • Unlust
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Depressive Verstimmungen bis hin zur Depression
  • Ängste

Schlafstörungen können jedoch auch durch Ängste oder Depressionen hervorgerufen werden.

Was verursacht Durchschlafstörungen?

Ein- und Durchschlafstörungen werden auch als Insomnie bezeichnet. Die Insomnie kann sich durch verschiedene Beschwerden zeigen wie:

  • Häufiges Aufwachen in der Nacht
  • Einschlafprobleme (länger als 20 Minuten)
  • Langes Wachliegen in der Nacht
  • Tagesmüdigkeit
  • Zu frühes Aufwachen am Morgen

Durchschlafstörungen beziehen sich für gewöhnlich nicht nur auf die Nacht, sondern sie können den kompletten Alltag belasten. Schließlich kannst du nachts nicht richtig schlafen. Du machst dir wahrscheinlich Gedanken darüber, wie du so müde, den nächsten Tag überstehen sollst. Vielleicht hast du sogar schon Angst davor, ins Bett zu gehen, aus Sorge darüber, dass du wieder nicht richtig schlafen kannst. Die quälende Müdigkeit am Tag und der schlechte Schlaf in der Nacht werden zum Hauptthema des Lebens. Die Sorgen um den Schlaf enden im einem Teufelskreis und sorgen dafür, dass du noch schlechter schläfst. Dir kann jedoch geholfen werden. Mit ein paar Tricks kannst du deinen Schlaf sehr stark verbessern.

Neben deinen Gedanken und psychischen Erkrankungen können auch körperliche Leiden oder Erkrankungen schuld an den Schlafstörungen sein.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Wenn die Durchschlafstörung schon länger als einen Monat besteht und du dich in deinem Tagesablauf durch die Müdigkeit oder andere Symptome wie Gereiztheit, Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen oder ähnliche gestört fühlst, solltest du einen Arzt aufsuchen. Der Besuch beim Arzt ist wichtig, damit sich die Schlafstörung nicht noch weiter vertieft. Schlechten Schlaf kann man lernen. Du kannst aber auch lernen, gut zu schlafen.

Wenn du an einer Depression oder Angststörungen leidest, ist die Ein- und Durchschlafstörung ein Symptom. Damit du wieder gut schlafen kannst, ist es wichtig, dass du eine Therapie beginnst, um die Ursache für die Schlafstörungen zu behandeln, nämlich die Depression oder Angststörungen. Die Therapie kann mit Medikamenten begleitet werden.

Weitere Ursachen für einen schlechten Schlaf

Neben körperlichen oder psychischen Erkrankungen gibt es viele Ursachen für einen schlechten Schlaf wie zum Beispiel störendes Licht oder Lärm. Stress und Alltagssorgen können ebenfalls dazu führen, dass du nicht einschlafen oder durchschlafen kannst. Wenn die Sorgen oder der Stress länger anhalten, können die Schlafprobleme auch dann weiterhin bestehen bleiben, wenn die Stresssituation schon längst vorüber ist. In diesem Fall spricht man von einer erlernten Insomnie.

Verschiedene Substanzen können dazu führen, dass du schlecht schläfst. Hierzu zählen unter anderem folgende:

  • Alkohol
  • Koffein
  • Haschisch
  • Amphetamine
  • Langfristig eingenommene Schlafmedikamente, die ihre Wirkung verloren haben

Zu den körperlichen Erkrankungen, die sich negativ auf das Ein- und Durchschlafen auswirken können zählen:

  • Restless Legs
  • Atemstörungen wie die Apnoe

Bei den psychischen Erkrankungen sind es oftmals Depressionen und/ oder Angststörungen.

Kurzfristige Schlafstörungen sind normal

Jeder Mensch schläft mal schlecht. Wenn du hin und wieder nicht so gut schläfst, ist das als völlig normal anzusehen. Jeder hatte schon mal eine schlaflose Nacht. Vielleicht aufgrund von Stress oder weil man nachts arbeiten musste oder zu einer Veranstaltung eingeladen war. Sobald die Situation vorüber war, hat sich der Schlaf aber wieder eingependelt. In diesem Fall spricht man von kurzfristigen Schlafstörungen. Wenn du davon gelegentlich betroffen bist, ist das normal. Dein Organismus verfügt über ausreichend Kraftreserven, um einen vorübergehenden Schlafmangel wieder auszugleichen.

Wenn du jedoch ständig über Wochen an Durchschlafstörungen leidest, solltest du dringend handeln. Schließlich können Schlafstörungen die Anfälligkeit für Krankheiten erhöhen. Deine Lebensqualität sinkt, ebenso wie die Leistungsfähigkeit. Möglicherweise fühlst du dich durch den geringen Schlaf depressiv oder erschöpft. Durch die negativen Gedanken über den Schlaf, wird eine gute Nachtruhe zusätzlich erschwert.

Was hilft gegen Durchschlafstörungen?

Zunächst ist es wichtig, dass du dich nicht darüber ärgerst, wenn du in der Nacht aufwachst und nicht wieder einschlafen kannst. Vielleicht war dein Schlafdruck noch nicht stark genug, als du ins Bett gegangen bist. Gehe erst ins Bett, wenn du wirklich müde bist. Am besten stehst du immer zur gleichen Zeit auf, auch am Wochenende. Wenn du tagsüber müde bist, weil du in der Nacht schlecht geschlafen hast, solltest du dennoch möglichst auf ein Nickerchen am Tag verzichten.

Die Ursache für deine Schlafstörungen kann sehr offensichtlich sein. Es ist aber möglich, dass dir die Ursachen nicht auffallen. Ein Schlaftagebuch kann dir dabei helfen, herauszufinden, warum du so schlecht schläfst. Schreibe dein Schlafverhalten auf. Hattest du einen Albtraum? War es dir zu warm? Hattest du den Tag über Stress? Bist du traurig oder belastet dich etwas? Wenn du dir selbst nicht mehr helfen kannst, obwohl du die Ursache gefunden hast, konsultiere einen Arzt und begib dich in Behandlung. Dann kannst du bald wieder gut schlafen.

Wie werden Durchschlafstörungen behandelt?

Welche Behandlung gegen Durchschlafstörungen hilft, ist abhängig von der Ursache. In vielen Fällen reicht es aus, die Schlafhygiene zu verbessern. Auch Medikamente können gegen Schlafstörungen helfen. Dennoch sollten sie das letzte Mittel der Wahl sein.

Wenn dich negative Gedanken wach halten, können dir Übungen aus der Achtsamkeit helfen. Du kannst zum Beispiel den Daumen und Mittelfinger einer oder beider Hände zusammenlegen. Konzentriere dich auf das Gefühl an den Fingern und auf deinen Atem. Wenn sich dir Gedanken aufdrängen ist das normal. Lenke deinen Fokus dann wieder zurück auf das Gefühl an den Fingern und deinen Atem. So trainierst du dein Gehirn wie einen Muskel und es wird dir leichter fallen, dich zu beruhigen und einzuschlafen.

Wenn du aufgrund einer Erkrankung nicht durchschlafen kannst, verschwindet die Einschlafstörung, sobald die Erkrankung behandelt wurde. Psychische Probleme sind sehr belastend. Hast du Sorgen, Stress oder Ängste? Dann nimm sie ernst! Sprich mit deiner Familie oder deinen Freunden darüber. Du kannst auch ein Tagebuch führen, um dich zu entlasten.

Hausmittel gegen Schlafstörungen

Wenn du innerlich unruhig bist und es dir schwer fällt, am Abend zur Ruhe zu kommen, können dir natürliche Heilpflanzen helfen. Ein wunderbares Abendritual ist es, ein nicht zu aufregendes Buch zu lesen und dazu eine Tasse Tee zu trinken. Wenn du dieses Ritual jeden Abend einhältst, wird dein Körper wieder lernen, zur Ruhe zu kommen.

Hilfreich sind zum Beispiel Tees, die Baldrian, Passionsblume, Hopfen oder Lavendel enthalten. Diese Heilkräuter wirken beruhigend und können deinen Schlaf verbessern. Es sind auch Tees erhältlich, die eine Kombination aus verschiedenen Kräutern enthalten.

Darüber hinaus kann es dir helfen, wenn du dir tagsüber immer mal wieder kleine Ruheinseln verschaffst und dich beispielsweise für ein bis fünf Minuten auf deinen Atem konzentrierst. Das solltest du vor allem in stressigen Zeiten machen. Auch Entspannungsmethoden wie das Autogene Training, die progressive Muskelentspannung und Yoga können dir dabei helfen, besser mit Stress umzugehen und wieder zur Ruhe zu finden. So wird dir das Einschlafen gleich viel leichter fallen.

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