Millionen Menschen in Deutschland haben Schlafprobleme. Wenn man hin und wieder schlecht schläft, ist dies kein Grund zur Beunruhigung. Aber je häufiger Sie schlecht schlafen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie eine Schlafstörung entwickeln. Immer mehr Menschen haben Probleme beim Einschlafen oder Sie können nicht durchschlafen und wachen in der Nacht häufig wieder auf. Schlafmittel sollten möglichst nicht eingenommen werden. Durch Achtsamkeit ist es möglich, den Schlafproblemen sanft zu begegnen und Sie langfristig in den Griff zu bekommen.

Ursachen für Durchschlafstörungen

Wer wünscht sich nicht, nachts einfach schnell und entspannt einzuschlafen? Die Realität sieht leider oftmals anders aus. Sie schlafen schlecht und fühlen sich morgens müde? So als hätten Sie überhaupt nicht geschlafen? Sie liegen nachts wach im Bett und ärgern sich darüber, dass Sie einfach nicht einschlafen können? Das nächtliche Aufwachen kann dafür verantwortlich sein, dass Sie sich tagsüber müde und gereizt fühlen. Wenn die Schlafprobleme länger anhalten, können dadurch sogar Depressionen entstehen. Gleichzeitig können psychische Erkrankungen aber auch Schuld an den Schlafstörungen sein. In diesem Fall ist es ratsam, eine Therapie zu machen.

Es gibt viele Ursachen, weshalb das Einschlafen und Durchschlafen erschwert werden kann wie zum Beispiel:

  • Zu spätes Essen
  • Ängste
  • Sorgen
  • Schmerzen
  • Zu warm im Schlafzimmer
  • Zu kalt im Schlafzimmer
  • Verdauungsstörungen
  • Zu spät getrunken
  • Abends aufwühlende Filme gesehen
  • Zu spannendes Buch gelesen
  • Hormonelle Probleme
  • Zu laute Umgebung

Und viele andere.

Grübeln verursacht Stress und führt zu Schlafproblemen

Wenn man schlecht schläft, kann dies, wie Sie sehen an vielen Gründen liegen. Oft stehen ständige Grübeleien mit Schlafproblemen in Verbindung. Grübeln erzeugt Stress und wenn Sie sich gestresst fühlen, können Sie nicht einschlafen, weil das sympathische Nervensystem anspringt und Sie auf Kampf oder Flucht vorbereitet. Ihr Nervensystem macht Sie also wach, damit Sie ins Handeln kommen.

Achtsamkeitsübungen können Ihnen dabei helfen, abends zur Ruhe zu kommen und leichter einzuschlafen. Wenn Sie Achtsamkeitsübungen machen, springt das parasympathische Nervensystem an. Es beruhigt Sie, nimmt Ihnen den Stress und bereitet Sie auf einen tiefen und erholsamen Schlaf vor.

Wie helfen Achtsamkeitsübungen beim Einschlafen?

Achtsamkeitsübungen lenken die Aufmerksamkeit häufig auf den Atem. Dadurch wird Stress abgebaut. Schmerzen nehmen ab und das emotionale Erleben verändert sich. Sie hören auf über die Vergangenheit oder die Zukunft zu grübeln. Kommen Sie im Hier und Jetzt an. Sie sind ganz im Moment, was sehr beruhigend sein kann. Plötzlich schaltet der Kopf sozusagen in den Leerlauf. Sie kommen vollkommen zur Ruhe und es fällt Ihnen leichter einzuschlafen.

Wenn Sie auch tagsüber Achtsamkeitsübungen in Ihren Alltag integrieren, werden Sie insgesamt entspannter und weniger zum Grübeln neigen. Sie können dadurch auch abends leichter abschalten und einschlafen, weil Sie den Ballast der tagsüber aufgebaut wird, Ihre ganzen Erlebnisse, nicht mehr mit ins Bett nehmen und darüber nachdenken. Durch Achtsamkeitsübungen senkt sich Ihr Stresslevel zunehmend. Dadurch geht auch Ihr Cortisolspiegel zurück. Cortisol ist ein Stresshormon, das Sie am Einschlafen hindern kann.

Warum Schlafmittel keine Lösung für Schlafprobleme sind

Schlafmittel können unter Umständen psychisch und körperlich abhängig machen. Früher oder später gewöhnt sich der Körper so sehr daran, dass Sie denken werden: „Wenn ich die Einschlaftablette nicht nehme, kann ich wieder nicht einschlafen!“ Schlafmittel haben zudem den Nachtteil, dass sie oftmals zu einer sehr starken und bleiernen Müdigkeit führen, die auch noch Stunden nach dem Aufwachen anhält. Zudem können die Einschlafpillen die Stresshormone nicht abbauen. Also: Keine Schlafmittel um Ihre Schlafprobleme zu bekämpfen.

Die Kunstwort-Meditation hilft Ihnen beim Einschlafen

Denken Sie sich ein Kunstwort aus. Ein Wort, das es gar nicht gibt. Wie zum Beispiel Kuwo. Kuwo könnte eine Abkürzung für Kunstwort sein. Es kann aber auch jedes andere ‚Quatschwort‘ sein, dass Ihnen einfällt.

Beobachten Sie Ihren Atem. Dann sagen Sie sich im Geiste bei jedem Ausatmen Ihr Kunstwort vor. Ziehen Sie es ruhig in die Länge: Kuuuuu Wooo. Dadurch verlängert sich Ihr Atem, wodurch Sie automatisch zur Ruhe kommen. Da Ihr Gehirn keinen Bezug zu Ihrem Kunstwort findet, denkt es auch nicht weiter darüber nach oder sucht nach Bildern zu dem Wort. Sie werden sich also immer tiefer in das Wort fallen lassen und sinken letztlich einfach wie von selbst in einen tiefen Schlaf. Je häufiger Sie die Kunstwort-Meditation zum Einschlafen machen, desto leichter und schneller fallen Sie in den Schlaf.

Typische Fragen zum Thema Achtsamkeit

Wir haben typische Fragen, die uns oft erreichen, zusammen getragen. Wenn Ihre Frage noch nicht dabei ist, dann freuen wir uns auf einen Kontakt.

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit (oder in Englisch: Mindfulness) heißt, seine Emotionen, Handlungen, Gedanken und Physis bewusst wahrzunehmen und jeden Gedanken mit offenen Armen zu begrüßen. Es heißt nicht, Tagträumen nachzuhängen oder sich Sorgen über die Zukunft zu machen, sondern aktiv im Hier und Jetzt zu sein.

Ich will anfangen zu meditieren – wie gehe ich das am besten an?

Nehmen Sie sich vor dem Schlafengehen 10 Minuten Zeit. Setzen Sie sich auf einen Stuhl und nehmen Sie Ihren Körper war. Spüren Sie einfach nur wie sich Ihre Beine anfühlen, Ihre Arme, Ihr Kopf. Spüren Sie wie Ihr Kopf an der Stuhllehne anliegt oder wie Ihre Füße auf dem Boden stehen? Wie fühlt sich Ihr Atem an? Diese 10 Minuten vor dem Schlafengehen sind ein guter Anfang für einfache Meditationen um sich langsam an die Materie heranzuführen. Für eine detaillierte Antwort lesen Sie am besten unseren Artikel „Meditation für Anfänger”.

Ich möchte achtsamer werden – aber es ist so schwer, meinen inneren Schweinehund zu überwinden – was kann ich tun?

Generell empfehlen wir Ihnen, sich selber daran zu erinnern eine achtsame Übung durchzuführen. Wir nennen es liebevoll “die achtsame Erinnerung”. Suchen Sie sich ein Objekt und platzieren Sie es irgendwo, sodass Sie es täglich sehen. Immer wenn Sie es sehen werden Sie daran erinnert eine achtsame Übung durchzuführen. Sie werden merken mit der Zeit stellt sich eine Routine ein und die achtsame Erinnerung wird nicht mehr von Nöten sein.