Heutzutage wird Achtsamkeit in Unternehmen und im Job eine besondere Bedeutung beigemessen. Bei SAP wurde bereits im Jahr 2012 die ‚Global Mindfulness Practice‘ gegründet. Der Begründer und Chief Mindfulness Officer Peter Bostelmann ist für dieses Projekt verantwortlich. Das Unternehmen und die Mitarbeiter sollen dadurch achtsamer mit sich selbst und anderen umgehen lernen. Früher wurde Meditation als Teil einer ‚Hippiebewegung‘ angesehen. Mittlerweile ist Sie im Alltag vieler Menschen angekommen und schon fast so selbstverständlich wie das regelmäßige Sporttreiben.

MBSR für Führungskräfte

Immer häufiger werden Kurse für Achtsamkeit in Unternehmen angeboten, wie zum Beispiel MBSR für Führungskräfte. Bei der Mindfulness Based Stress Reduction handelt es sich um ein Achtsamkeitstraining zur Stressreduktion nach Jon Kabat-Zinn.

Achtsamkeitsübungen schützen vor einer Reihe stressbedingter Krankheiten wie zum Beispiel Burnout und Herz-Kreislauferkrankungen. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Mitarbeiter und Führungskräfte die Unternehmenskultur durch Achtsamkeit in Unternehmen zu verbessern. Viele Übungen lassen sich sogar direkt am Arbeitsplatz durchführen und in den Arbeitsalltag integrieren. So können Führungskräfte einen kühlen Kopf bewahren und die Führung der Mitarbeiter gelassener und effektiver angehen. Es kommt seltener zu stressigen Situationen und zu weniger Konflikten.

Jeder trägt die Achtsamkeit in sich

Bostelmann beschreibt Achtsamkeit als ein uraltes Konzept, das jeder seit der Geburt in sich trägt. Nur verlieren die Menschen mit zunehmendem Alter leider häufig die Fähigkeit, achtsam zu sein. Man kann es jedoch wieder erlernen, achtsam zu sein. Dies geht nicht nur im Privatleben, sondern auch, in der Arbeitswelt.

Viele Menschen, die mit der Meditation beginnen, bemerken früher oder später, dass es sie voranbringt. Ein Grund, weshalb die Achtsamkeit in Unternehmen Einzug erhält. Was im Privatleben gut funktioniert, kann schließlich für die Arbeitswelt nicht schlecht sein.

Meditation? Das ist nichts für mich!

Das denken viele Menschen, wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern den Besuch eines Seminars für Mediation und Achtsamkeit vorschlagen. Dies betrifft vor allem die männlichen Mitarbeiter. So auch Peter Bostelmann.

Der Chief Mindfulness Officer ist Wirtschaftsingenieur bei SAP. Früher glaubte er, dass Yoga und Meditation nichts für ihn sei. Er tat es schlichtweg als esoterischen Schnick Schnack ab – bis sich seine damalige Lebensgefährtin mit dem Thema beschäftigte. Sie nahm zum Beispiel regelmäßig an einem Seminar teil, in dem geschwiegen wurde. Er bemerkte, wie entspannt und ausgeglichen sie nach solchen Schweigeseminaren war. Also versuchte Bostelmann es und meditierte selbst eine halbe Stunde. Er spürte den positiven Effekt ebenfalls sofort.

Achtsamkeit in Unternehmen hilft bei der Emotionsregulation

Bostelmann beschäftigte sich intensiver mit Achtsamkeitstrainings und Meditationen, nachdem er Jahre später nach seiner ersten Meditationserfahrung eine private Krise durchmachte. Ein Freund empfahl ihm, an einem Schweige-Retreat teilzunehmen. Er wurde ruhiger, bewusster und seine Sinne wurden schärfer. Er lernte, dass er seine innere Haltung selbst beeinflussen kann.

Er beobachtete sich auch in seinem Arbeitsalltag und bemerkte, dass er besser auf stressige Situationen reagiert. Er lernte, seine Emotionen besser zu regulieren. Er spürte eine innere Ruhe und konnte klare Entscheidungen treffen. Zudem machte ihm seine Arbeit nun noch mehr Spaß. Seine Arbeitskollegen spürten diese positiven Veränderungen ebenfalls. Dies war ein Grund, weshalb Peter Bostelmann vorschlug, mehr Achtsamkeit in Unternehmen zu etablieren.

Google & Co.

Viele Unternehmen prägten bereits Anfang der 2000er Jahre den Einzug der Achtsamkeit in Unternehmen. Pamela Weiss entwickelte 2004 das ‚Personal Excellence Programm‘, das Anwendung in Unternehmen wie Genentech, Roche, Salesforce und Pixa Verwendung fand. 2007 entwickelte Google ebenfalls solche Achtsamkeitstrainings.

Bostelmann beobachtete diese Entwicklung und schlug SAP im Jahr 2012 vor, ebenfalls Achtsamkeit in Unternehmen anzubieten. Google gab zu diesem Zeitpunkt seine Trainingsprogramme für die Öffentlichkeit frei.

Selbstbewusstsein stärken durch Achtsamkeit in Unternehmen

Immer mehr Unternehmen bieten Seminare für Achtsamkeit und Meditation an, aber längst noch nicht alle. Obwohl Meditationen schon fast als normal angesehen werden, werden sie auf anderer Seite immer noch belächelt und als esoterischer Quatsch abgetan. Häufig wird das Achtsamkeitstraining zudem als eine Art Burnout-Prävention beschrieben und das man nur meditiere, wenn man Probleme hätte. Allerdings geht es bei der Achtsamkeit in Unternehmen um viel mehr. Das regelmäßige Training soll das Selbstbewusstsein und die Selbsterkenntnis der Mitarbeiter stärken. Bei SAP haben bereits von 98.000 Mitarbeitern etwa 10 Prozent bereits an Seminaren teilgenommen. Dennoch gibt es immer noch Führungskräfte, die solche Programme ablehnen.

Achtsamkeit in Unternehmen wird zur Normalität werden

Peter Bostelmann ist sich sicher, dass die Achtsamkeit in Unternehmen oder das Meditieren im Allgemeinen in 20 bis 30 Jahren zur Normalität wird. Früher wussten die Menschen schließlich auch noch nicht, wie wichtig Hygiene ist. Heute haben die Menschen ein anderes Bewusstsein für Hygiene und auch Psycho-Hygiene. Jeder weiß, wie wichtig es ist, Sport zu treiben und sich gesund zu ernähren. Nun wird auch endlich ein Bewusstsein dafür geschaffen, wie wichtig es ist, sich auch einer achtsamen Lebenshaltung zu widmen.

Typische Fragen zum Thema Achtsamkeit

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