Wer bereits mehr Achtsamkeitspraxis gesammelt hat, weiß, dass es grundsätzlich immer und an jedem Ort möglich ist, achtsam zu sein. Die Natur hält mit all ihren Schönheiten, dem Wetter und den Jahreszeiten einen reichen Schatz voller Achtsamkeit für uns bereit. Statt sich der Hetze des Alltags hinzugeben, lehrt uns die Natur bewusst die Haltung zu verändern. Die Wahrnehmung verändert sich, wenn wir uns außerhalb des Stadtlärms, zum Beispiel in einem Wald, befinden.

In der Ruhe des Waldes kommen auch unsere Gedanken zur Ruhe. Der Boden ist meistens eher weich und uneben. Vielleicht ragen Baumwurzeln aus dem Boden. Ist man im Wald nicht achtsam, kann es schnell passieren, dass man stolpert. Aus diesem Grund sind die meisten Menschen aus ihrem Instinkt heraus achtsamer, wenn sie sich in der Natur befinden.

Naturerfahrungen für die ganze Familie

Naturerfahrungen kann man mit der ganzen Familie genießen. Nicht nur für Kinder ist es wichtig, sich in der Natur aufzuhalten und die Achtsamkeit in der Natur zu erleben, sondern auch für Erwachsene. Schließlich sind Bäche, Flüsse, Wiesen, Felder, Seen und Wälder wahre Kraftorte. Ein Ausflug mit der Familie hilft dabei Kraft zu tanken.

Was wir von Kindern und der Natur lernen können

Als Erwachsener können wir viel von den Kindern lernen, da sie bis zu einem gewissen Lebensalter stets achtsam sind. Sie müssen die Welt erst noch entdecken und neue Dinge kennenlernen. Sie spüren, dass der Boden im Wald weicher ist, als ein gepflasterter Weg. Sie nehmen die Geräusche der Vögel, das Knacken der Äste und das Geräusch des nachgebenden Bodens bewusst wahr, ebenso wie die Gerüche. Dadurch sind sie stets im Hier und Jetzt. Sie sind in der Gegenwart, die uns Erwachsenen so oft fehlt.

Erwachsene beschäftigen sich mit der Zukunft und der Vergangenheit. In der Gegenwart sind sie jedoch leider nur selten. Kinder und die Natur, entführen unachtsame Menschen, durch ihre natürliche Neugier auf die Welt, in den augenblicklichen Moment. Mit Hilfe verschiedener Achtsamkeitsübungen finden wir zurück zu dieser kindlichen Neugier und können die Achtsamkeit in der Natur genießen und davon lernen. Wir müssen uns nicht der Hektik des Alltags hingeben und uns gestresst fühlen. Wir können uns einfach des Moments bewusst werden, innehalten und kurz durchatmen, bevor wir kopflos reagieren.

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Achtsamkeit in der Natur von Kindern lernen
Achtsamkeit in der Natur von Kindern lernen

Achtsamkeitstraining in der Natur ist kinderleicht

Das wissen auch die Autoren des Buches‚ Achtsamkeit in der Natur‘, Verena Schatanek und Michael Huppertz. In ihrem Buch stellen sie 84 Übungen vor. Die Autoren sind sich sicher, dass das Achtsamkeitstraining nicht leichter als in der Natur sein könnte. Schließlich ist sie auf das achtsame Miteinander des Menschen angewiesen. Ohne den Menschen würde die Natur sterben. Und umgekehrt würde der Mensch ohne sie sterben.

Im Buch sind unter anderem therapeutische und präventive Übungen aus der Naturpädagogik für Kinder und Erwachsene enthalten. Der Aufenthalt in der Natur ist vergleichbar mit einer Meditation, die uns wieder in die innere Mitte bringt. Gleichzeitig wird die Beziehung zur Natur gestärkt und die Haltung der Achtsamkeit gefördert.

Wie kommt man am besten mit der Natur in Kontakt?

Ein achtsamer Spaziergang im Wald tut Körper, Geist und Seele gut. Die Achtsamkeit in der Natur überträgt sich auf den Alltag, wenn man das Achtsamkeitstraining regelmäßig, am besten täglich macht. Dadurch werden auch in anderen Situationen und an anderen Orten Momente bewusster wahrgenommen. Statt mit der Vergangenheit oder der Zukunft zu hadern, finden wir uns immer häufiger im Hier und Jetzt.

Die meisten Menschen genießen den Aufenthalt in der Natur und ihre positive Wirkung auf die Psyche. Aber richtig in Kontakt sind sie nur selten mit ihr. Wer die Achtsamkeit in der Natur erleben möchte, sollte gezielt den Kontakt zu ihr suchen und sich mit dem beschäftigen, was sie für Gefühle auslöst, wie sie sich anfühlt, riecht, anhört oder auch schmeckt.

Wie fühlt sich der Apfelbaum an, von dem wir einen Apfel pflücken? Wie fühlen sich die Blätter an, wie die Äste, wie die Äpfel? Wie riecht der Baum, wie die Blätter, die Blüten und die Äpfel. Kann man den Baum vielleicht sogar hören? Was löst der Anblick einer Blüte in einem aus? All dies kann man bewusst erleben und auf viele andere Dinge in der Natur und im Leben übertragen. So kommt man nach und nach immer mehr bei sich selbst an und in Kontakt mit sich und der Natur.

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